{"id":448,"date":"2012-04-16T08:26:10","date_gmt":"2012-04-16T08:26:10","guid":{"rendered":"http:\/\/gesundheits.at\/?p=448"},"modified":"2012-08-07T11:20:52","modified_gmt":"2012-08-07T11:20:52","slug":"geistige-fitness-keine-frage-des-alters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gesundheits.at\/?p=448","title":{"rendered":"Geistige Fitness &#8211; keine Frage des Alters"},"content":{"rendered":"<h5><a href=\"http:\/\/gesundheits.at\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/sonnenuntergang.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft  wp-image-449\" title=\"sonnenuntergang\" src=\"http:\/\/gesundheits.at\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/sonnenuntergang-300x250.png\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" \/><\/a>Konzentriert, ausgeglichen und beweglich durchs Leben<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer kennt nicht das ungute Gef\u00fchl, wenn wir auf der Stra\u00dfe jemandem begegnen und wir k\u00f6nnen uns einfach nicht an den Namen erinnern? Oder wir vergessen auf halbem Weg, was wir gerade tun wollten. Was sich auf den ersten Blick eher komisch anh\u00f6rt, hat einen durchaus ernsten Hintergrund. Unsere Gesundheit baut auf den 3 S\u00e4ulen &#8211; Bewegung, geistige Fitness und ausgewogene Ern\u00e4hrung &#8211; auf. Doch schaffen wir es im heutigen hektischen Alltag kaum, uns mit diesem Thema auseinander zu setzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Familie und Beruf haben einen so hohen Stellenwert eingenommen, dass uns die Zeit daf\u00fcr fehlt. Und so kommen wir oft erst im Alter dahinter, unser Bewusstsein f\u00fcr uns selbst zu entwickeln und zu erkennen, was uns schadet oder gut tut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zwei Arten von Fitness<\/strong><\/p>\n<p>Fitness ist ein sehr weitl\u00e4ufiger Begriff, grunds\u00e4tzlich gibt es aber zwei Arten von Fitness: auf der einen Seite die k\u00f6rperliche Fitness und auf der anderen Seite die geistige Fitness. Doch diese wird oftmals stiefm\u00fctterlich behandelt, w\u00e4hrend man der k\u00f6rperlichen Fitness viel mehr Aufmerksamkeit schenkt und k\u00f6rperliche \u00dcbungen wie Laufen, Schwimmen oder Gymnastik schon wie selbstverst\u00e4ndlich in den Alltag integriert werden. K\u00f6rperlich fit h\u00e4lt man sich gern, ein wahrer K\u00f6rperkult hat sich dazu in den letzten Jahren entwickelt.<\/p>\n<p>Nach dem lateinischen Sprichwort \u201emens sana in corpore sano\u201c kann nur in einem gesunden K\u00f6rper auch ein gesunder Geist wohnen. Aber dabei bleibt die geistige Fitness oft auf der Strecke. Im Gegensatz zum K\u00f6rper sp\u00fcrt man nicht, wenn die Leistung des Gehirns langsam nachl\u00e4sst. Doch der Abbau beginnt schon im jungen Erwachsenenalter. Auspr\u00e4gungen daf\u00fcr sind Konzentrationsschw\u00e4che, Lernprobleme und kleinere Ged\u00e4chtnisl\u00fccken.<\/p>\n<p>Aber was genau bedeutet nun geistige Fitness? \u201eGeistig fit\u201c bedeutet belastbar und konzentriert zu sein und das volle Leistungspotential aussch\u00f6pfen zu k\u00f6nnen. Ausgeglichenheit, Kreativit\u00e4t und geistige Beweglichkeit geh\u00f6ren ebenso dazu. Und das ist keinesfalls ein Anspruch, den man erst im Alter an sich haben sollte. Denn der K\u00f6rper ist im Alter viel beweglicher und der Geist leistungsf\u00e4higer, wenn er w\u00e4hrend des ganzen Lebens trainiert wird. Daf\u00fcr gibt es verschiedene M\u00f6glichkeiten, die auch problemlos in den Alltag integriert werden k\u00f6nnen. Der Begriff, der sich daf\u00fcr etabliert hat, hei\u00dft Gehirnjogging. Laut Experten kann damit gegen das sogenannte schlechte Ged\u00e4chtnis angek\u00e4mpft werden. Dieter Reifenschneider, Landesvorsitzender der Gesellschaft f\u00fcr Gehirntraining e.V. meint dazu: \u201eSo wie der K\u00f6rper braucht auch das Gehirn Bewegung, es muss immer wieder trainiert und neuen Reizen ausgesetzt werden.\u201c Nach seinen Erkenntnissen, kann jeder Mensch durch gezieltes Gehirnjogging die Leistungsf\u00e4higkeit seines Gehirns um bis zu 30 Prozent steigern. Dabei gehe es aber nicht um blo\u00dfes Auswendig lernen. Trainieren kann man \u00fcberall und jederzeit, denn schon 5 \u2013 10 Minuten am Tag verbessern die Gehirnleistung bereits erheblich. Dazu gibt es zahlreiche \u00dcbungen, die wenig Zeitaufwand ben\u00f6tigen. Eine M\u00f6glichkeit ist bildhaftes Erinnern. Neuere Ergebnisse der Hirnforschung best\u00e4tigen die Wirksamkeit Jahrhunderte alter Methoden der Ged\u00e4chtniskunst. Wenn wir zum Beispiel einen Namen im Vorbeigehen h\u00f6ren, werden wir ihn uns mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht merken. Die Konzentration auf eine Person oder Sache ist Voraussetzung f\u00fcr die Ged\u00e4chtnisarbeit. Bei abstrakten Dingen wird nur die linke Gehirnh\u00e4lfte angesprochen. Damit man sich aber langfristig an etwas erinnert, muss das bildhafte Denken der rechten Gehirnh\u00e4lfte aktiviert werden. Und durch st\u00e4ndige Wiederholungen wird das Gemerkte im Langzeitged\u00e4chtnis verankert. So kann man sich zum Beispiel eine Rede oder Namen besser merken, wenn man sich bestimmte Bilder dazu einfallen l\u00e4sst oder eine bildhafte Geschichte. Eine weitere Methode ist die sogenannte Mnemotechnik, bei der gro\u00dfe Informationsmengen m\u00f6glichst schnell, nachhaltig und effizient erlernt werden sollen.<\/p>\n<p>Die Grundelemente der Mnemotechnik bilden Visualisierung und Assoziation verbunden mit Fantasie, Kreativit\u00e4t, Humor, aber auch Ordnung und Detailgenauigkeit. Es sollen Merkhilfen (Eselsbr\u00fccken) entwickelt werden, zum Beispiel als Merksatz, Reim, Schema oder Grafik. Neben den zahlreichen Ged\u00e4chtnis\u00fcbungen ist es ebenso wichtig, einfach einmal den Gedanken nachzuh\u00e4ngen und Tag zu tr\u00e4umen, denn auch dadurch wird das Kreativit\u00e4tspotential wieder erh\u00f6ht. Ruhephasen sind sehr wichtig, um die Balance zwischen K\u00f6rper und Seele wieder herzustellen. Diese Ruhephasen sollten bewusst in den Tagesablauf eingebaut werden, denn wenn das Gehirn die M\u00f6glichkeit bekommt, zu entspannen, k\u00f6nnen neue Ideen und L\u00f6sungen, die zuerst f\u00fcr unm\u00f6glich gehalten wurden, entdeckt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zum Lernen ist man nie zu alt<\/strong><\/p>\n<p>Es ist keinesfalls zu sp\u00e4t, auch im Alter etwas f\u00fcr die geistige Gesundheit zu tun. Mit steigendem Alter werden die Sinne, besonders H\u00f6r- und Sehverm\u00f6gen eingeschr\u00e4nkt, das ver\u00e4ndert vor allem das Kommunikationsverhalten. Besonders wichtig ist daher, dass diese Sinne geschult werden, indem man aufmerksamer f\u00fcr kleine Details wird und seine Umgebung bewusster wahrnimmt. Spiele f\u00f6rdern dabei die Ged\u00e4chtnisleistung und Konzentration, sowie die Motorik und die Sprache. Auch ist erwiesen, dass Spiele aller Art vor Morbus Alzheimer und Demenz sch\u00fctzen k\u00f6nnen. Ebenso ist der gegenseitige Austausch der Generationen von besonderer Wichtigkeit, da es die \u00e4ltere Generation jung h\u00e4lt und die Jugend profitiert von den Erfahrungen der \u00c4lteren. Die dritte S\u00e4ule f\u00fcr geistige Fitness ist eine gesunde, ausgewogene Ern\u00e4hrung. Ein gesunder Lebensstil steht in unmittelbarer Wechselwirkung mit der mentalen Leistungsf\u00e4higkeit. Eiwei\u00dfe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente kurbeln die Hirnt\u00e4tigkeit an, ebenso wie ausreichendes Trinken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konzentriert, ausgeglichen und beweglich durchs Leben Wer kennt nicht das ungute Gef\u00fchl, wenn wir auf der Stra\u00dfe jemandem begegnen und wir k\u00f6nnen uns einfach nicht an den Namen erinnern? 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