{"id":701,"date":"2016-03-31T21:13:21","date_gmt":"2016-03-31T21:13:21","guid":{"rendered":"http:\/\/gesundheits.at\/?p=701"},"modified":"2016-03-31T21:26:42","modified_gmt":"2016-03-31T21:26:42","slug":"mannliches-ubergewicht-belastet-das-herz-starker","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gesundheits.at\/?p=701","title":{"rendered":"M\u00e4nnliches \u00dcbergewicht belastet das Herz st\u00e4rker"},"content":{"rendered":"<p><em>\u00dcbergewicht wirkt sich bei M\u00e4nnern und Frauen unterschiedlich aus, zumindest was ihre Herzgesundheit betrifft. Das zeigt eine Studie, die auf der Jahrestagung der DGK in Mannheim pr\u00e4sentiert wurde. Anderen Daten zufolge sollte man das Konzept eines \u201emetabolisch gesunden\u201c \u00dcbergewichts nicht \u00fcbersch\u00e4tzen: Auch wer \u00fcbergewichtig ist, ohne ein metabolisches Syndrom aufzuweisen, sammelt Risikofaktoren.<\/em><\/p>\n<p><strong>Mannheim, 30. M\u00e4rz 2016<\/strong>\u00a0\u2013 Obwohl \u00fcbergewichtige Frauen einen h\u00f6heren K\u00f6rperfettanteil als \u00fcbergewichtige M\u00e4nner haben, weisen M\u00e4nner einen h\u00f6heren Bauchumfang und eine st\u00e4rkere Entwicklung von Herzfett auf. Au\u00dferdem haben adip\u00f6se M\u00e4nner schlechtere Blutzucker- und Triglyzeridwerte, zeigen st\u00e4rkere Anzeichen einer Atherosklerose und leiden h\u00e4ufiger unten dem metabolischen Syndrom. <!--more-->Das zeigt eine Studie aus M\u00fcnchen und Regensburg, die auf der 82. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie (DGK) pr\u00e4sentiert wurde. Vom 30. M\u00e4rz bis 2. April 2016 treffen auf diesem Kongress in Mannheim rund 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 L\u00e4ndern zusammen.<\/p>\n<p>Untersucht wurden insgesamt 301 \u00fcbergewichtige und 76 normalgewichtige Personen. Ein metabolisches Syndrom wurde dann angenommen, wenn mindestens drei der folgenden vier Kriterien vorlagen: Ein Taillenumfang von mehr als 102 cm bei M\u00e4nnern bzw. von mehr als 88 cm bei Frauen; erh\u00f6hte Triglyzerid-Werte von 150 mg\/dl und mehr; ein erh\u00f6hter Blutdruck von 130\/85 mmHg und mehr; eine erh\u00f6hte N\u00fcchternglukose von 110 mg\/dl und mehr. Waren diese Kriterien nicht erf\u00fcllt, gingen die Studienautoren von \u201emetabolisch gesundem\u201c \u00dcbergewicht aus. Ein solches lag bei den untersuchten Frauen dreimal \u00f6fter vor als bei den M\u00e4nnern der Studiengruppe.<\/p>\n<p>Allerdings sollte das Konzept eines \u201emetabolisch gesunden \u00dcbergewichts\u201c in seiner Relevanz f\u00fcr die Herzgesundheit nicht \u00fcbersch\u00e4tzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine weitere Auswertung von Daten dieser in M\u00fcnchen und Regensburg durchgef\u00fchrten Studie. Der Definition des metabolischen Syndroms folgend waren 8,1 Prozent der untersuchten \u00fcbergewichtigen Personen \u201emetabolisch gesund\u201c (11,2 Prozent der Frauen und 3,3 Prozent der M\u00e4nner). Wurden als Faktoren auch eine normale Leberfunktion und Insulinresistenz ber\u00fccksichtigt, sank der Anteil metabolisch Gesunder allerdings auf 4,3 Prozent der Studienteilnehmer, alle von ihnen Frauen. Nach einem Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 6,2 Jahren wiesen 30 Prozent der zuvor \u201emetabolisch gesunden\u201c Personen einen Bluthochdruck auf, 12 Prozent einen manifesten Typ-2-Diabetes. Auch eine Reihe anderer kardialer Risikofaktoren hatten sich in diesem Zeitraum ung\u00fcnstig entwickelt. Ein Zustand vermeintlicher \u201emetabolischer Gesundheit\u201c sei also weniger harmlos als h\u00e4ufig gedacht, so die Studienautoren.<\/p>\n<p>Quelle: DGK Abstract P 1806, Strack et al., Gender differences in obesity-asociated metabolic disease. Clin Res Cardiol 105, Suppl 1, March 2016; DGK Abstract P 1807, Mohr et al., Metabolically healthy obesity, is it really a benign condition? Suppl 1, March 2016<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>\u201ePressetext DGK 03\/2016\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcbergewicht wirkt sich bei M\u00e4nnern und Frauen unterschiedlich aus, zumindest was ihre Herzgesundheit betrifft. Das zeigt eine Studie, die auf der Jahrestagung der DGK in Mannheim pr\u00e4sentiert wurde. 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