{"id":695,"date":"2015-11-16T07:38:02","date_gmt":"2015-11-16T07:38:02","guid":{"rendered":"http:\/\/gesundheits.at\/?p=695"},"modified":"2015-11-16T08:58:29","modified_gmt":"2015-11-16T08:58:29","slug":"amputation-und-das-leben-geht-weiter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gesundheits.at\/?p=695","title":{"rendered":"Amputation &#8211; und das Leben geht weiter"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-696\" src=\"http:\/\/gesundheits.at\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/GS_07263-e1447659451636-257x300.jpg\" alt=\"GS_07263\" width=\"257\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/gesundheits.at\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/GS_07263-e1447659451636-257x300.jpg 257w, http:\/\/gesundheits.at\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/GS_07263-e1447659451636-878x1024.jpg 878w, http:\/\/gesundheits.at\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/GS_07263-e1447659451636-300x350.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 257px) 100vw, 257px\" \/><\/p>\n<p>J\u00e4hrlich werden in den \u00f6sterreichischen Spit\u00e4lern nahezu 4.000 Amputationen am Ober- und Unterschenkel sowie im Fu\u00dfbereich durchgef\u00fchrt. Es gibt drei grunds\u00e4tzliche Hauptursachen f\u00fcr Amputationen: Unf\u00e4lle, Krebserkrankungen und Gef\u00e4\u00dferkrankungen. Bei den unter 20-J\u00e4hrigen resultieren 90% der Amputationen aus Unf\u00e4llen. 90% der \u00fcber 60-J\u00e4hrigen erleiden den Verlust eines Fu\u00dfes oder Beins infolge einer sogenannten peripheren Verschlusskrankheit (pAVK), einer Gef\u00e4\u00dferkrankung, die durch Diabetes, Rauchen oder eine Fettstoffwechselst\u00f6rung (die Hyperlipid\u00e4mie) ausgel\u00f6st wird. In jedem Lebensalter verursachen Tumore 5-10% der Amputationen.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Pl\u00f6tzlich steht man vor gro\u00dfen Herausforderungen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEine Amputation hat gro\u00dfe Auswirkungen auf das k\u00f6rperliche, psychische und soziale Leben. Wichtige Entscheidungen m\u00fcssen getroffen werden. Informationen \u00fcber den weiteren Verlauf des Lebens und m\u00f6gliche Hilfsangebote sind zeitgerecht zu beschaffen. Die Familie und das soziale Umfeld brauchen Antworten und das berufliche und private Leben ist zu organisieren. Gleichzeitig fordert der eigene Organismus Ruhephasen ein und die geistige Bew\u00e4ltigung der v\u00f6llig neuen Lebenssituation stellt eine gro\u00dfe Herausforderung dar\u201c, erkl\u00e4rt Mag. Michael Svoboda, Pr\u00e4sident des KOBV \u2013 Der Behindertenverband.<\/p>\n<p><strong>Das Handbuch \u201eAmputation \u2013 und das Leben geht weiter\u201c <\/strong><\/p>\n<p>\u201eDass viele Menschen von einer Amputation betroffen sind, bedeutet zum Gl\u00fcck in unserer Gesellschaft auch, dass es erfahrene SpezialistInnen gibt, die den Betroffenen f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Fragestellungen aus den Bereichen Medizin, Psychologie und Soziales zur Verf\u00fcgung stehen. Wir haben aus unserer langj\u00e4hrigen Erfahrung als multidisziplin\u00e4res Team von ExpertInnen ein Handbuch erarbeitet, das den Weg von der Operationsentscheidung bis zur Zeit nach der Rehabilitation skizziert, darauf hinweist, was wann bedacht und entschieden werden sollte und mit Tipps und Ratschl\u00e4gen hilft, die kommenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern\u201c, erg\u00e4nzt Primarius Priv. Doz. Dr. Stephan Domayer, PhD, \u00c4rztlicher Leiter des orthop\u00e4dischen Rehabilitationszentrums SKA Zicksee.<\/p>\n<p><strong>Zu Beginn ein gro\u00dfer Schock, aber bereits nach wenigen Monaten ein selbstbestimmtes Leben<\/strong><\/p>\n<p>Die Mitteilung des Arztes, dass eine Amputation n\u00f6tig wird, ist im ersten Moment immer ein gro\u00dfer Schock. \u201eDie Entscheidung zur Amputation geschieht meist aus der Not heraus, wenn alle anderen Therapiem\u00f6glichkeiten ausgesch\u00f6pft sind und lebensbedrohliche Komplikationen drohen, obwohl teilweise ein fr\u00fcherer Eingriff die Beweglichkeit und die Lebensqualit\u00e4t erh\u00f6hen k\u00f6nnte\u201c, erl\u00e4utert Domayer. \u201eViele PatientInnen k\u00f6nnen bereits wenige Monate nach der Operation wieder ein selbstbestimmtes und mobiles Leben f\u00fchren, deutlich besser, als sie es knapp vor der Amputation mit ihrer jeweiligen Grunderkrankung erleben mussten.\u201c<\/p>\n<p>Amputationen sind beherrschbare und standardisierte Operationen, die Dank des medizinischen Fortschrittes trotz der erheblichen Risiken gut \u00fcberstanden werden k\u00f6nnen. Komplikationen entstehen aber h\u00e4ufig infolge der Grunderkrankung und aufgrund von Immobilit\u00e4t nach dem Eingriff, darum ist es so wichtig bereits vor der Operation einen Plan zu haben, wie das Leben und die Rehabilitation weiter verlaufen werden.<\/p>\n<p><strong>Rehabilitation bringt Selbst\u00e4ndigkeit und kann lebensrettend sein<\/strong><\/p>\n<p>Die erfolgreiche Rehabilitation basiert auf der Versorgung, Betreuung und Unterst\u00fctzung durch ein Team von SpezialistInnen aus den unterschiedlichsten Berufen. Neben der medizinischen und pflegerischen Betreuung des Stumpfs, der Wunden und des gesamten Menschen arbeiten weitere Gesundheitsberufe aus den Bereichen Orthop\u00e4dietechnik, Ergo- und Physiotherapie aber auch Psychologie und Ern\u00e4hrungsberatung daran, die Betroffenen k\u00f6rperlich und geistig zu st\u00e4rken und ihre Selbstst\u00e4ndigkeit im Alltag wieder herzustellen.<\/p>\n<p>Der Rehabilitationsaufenthalt sollte m\u00f6glichst rasch und \u00fcbergangslos nach dem Krankenhausaufenthalt beginnen. Die fr\u00fche Wiederherstellung der Beweglichkeit verhindert die Verschlechterung der Grunderkrankung. Dies kann f\u00fcr das \u00dcberleben entscheidend sein, da die h\u00e4ufigsten Komplikationen nach einer Amputation auf die Bewegungslosigkeit nach der Amputation zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Aber auch die Wiedererlangung der Selbstst\u00e4ndigkeit wird durch die Betreuung im Rehabilitationszentrum optimal gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Durch regelm\u00e4\u00dfige Bewegung und konsequentes Training, begleitet durch die richtigen ExpertInnen und mit den hervorragenden Innovationen moderner Orthop\u00e4dietechnik, ist ein mobiles und erf\u00fclltes Leben bei hoher Lebensqualit\u00e4t wieder m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Sozialrechtliche Aspekte\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Wirtschaftliche Fragen spielen in dieser Situation ebenfalls eine gro\u00dfe Rolle \u2013 angefangen beim richtigen Zeitpunkt f\u00fcr den Antrag auf Rehabilitation \u00fcber die Unterst\u00fctzungen durch das \u00f6sterreichische Sozialsystem und m\u00f6gliche Steuerbefreiungen bis zur Frage, wie es mit der Arbeitsf\u00e4higkeit in Zukunft oder einer notwendigen Pflege zu Hause weiter gehen kann. Auch daf\u00fcr bietet das neue Handbuch des KOBV erste Hilfestellungen.<\/p>\n<p><strong>KOBV \u2013 der Behindertenverband<\/strong><\/p>\n<p>Der Kriegsopfer und Behindertenverband ist die politisch unabh\u00e4ngige, private Interessensvertretung der Menschen mit Behinderungen mit ca. 60.000 Mitgliedern. Der KOBV bietet kompetente Beratung und Vertretung vor Beh\u00f6rden und Gerichten und hat mit seinem eigenen orthop\u00e4dischen Rehabilitationszentrum SKA Zicksee einen Ort geschaffen an dem Menschen mit Amputationen Ihren Weg zur\u00fcck ins Leben finden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J\u00e4hrlich werden in den \u00f6sterreichischen Spit\u00e4lern nahezu 4.000 Amputationen am Ober- und Unterschenkel sowie im Fu\u00dfbereich durchgef\u00fchrt. Es gibt drei grunds\u00e4tzliche Hauptursachen f\u00fcr Amputationen: Unf\u00e4lle, Krebserkrankungen und Gef\u00e4\u00dferkrankungen. 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