{"id":384,"date":"2012-04-04T09:42:16","date_gmt":"2012-04-04T09:42:16","guid":{"rendered":"http:\/\/gesundheits.at\/?p=384"},"modified":"2012-08-07T11:38:17","modified_gmt":"2012-08-07T11:38:17","slug":"neues-buch-schmerzen-wegdenken","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gesundheits.at\/?p=384","title":{"rendered":"Neues Buch: Schmerzen wegdenken von DDDr. Karl Isak"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/gesundheits.at\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/0098BUX_SchmerzenWegdenken_V6-4_U1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft  wp-image-389\" title=\"0098BUX_SchmerzenWegdenken_V6-4_U1\" src=\"http:\/\/gesundheits.at\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/0098BUX_SchmerzenWegdenken_V6-4_U1-199x300.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"350\" \/><\/a>Psychologische Schmerztherapie als Erg\u00e4nzung zu medizinischen Behandlungen<\/p>\n<p>Rund 1,5 Millionen\u00a0\u00d6sterreicherInnen\u00a0leiden an chronischen\u00a0Schmerzen. Diese machen\u00a0ihnen oft das Leben zur\u00a0H\u00f6lle. \u00c4rzte tun ihr M\u00f6glichstes,\u00a0sto\u00dfen aber vielfach an ihre\u00a0Grenzen. Diese Grenzen finden\u00a0sich gem\u00e4\u00df dem Autor des Buches\u00a0\u201eSchmerzen wegdenken \u2013\u00a0eine psychologische Schmerztherapie\u201c\u00a0und Schmerztherapeuten\u00a0DDDr. Karl Isak, in\u00a0bewussten und unbewussten\u00a0Gedanken. Isak beruft sich\u00a0gleich auf mehrere wissenschaftliche\u00a0Disziplinen und\u00a0l\u00e4sst keinen Zweifel dar\u00fcber\u00a0offen, dass Gedanken Realit\u00e4ten\u00a0schaffen. \u201eChronische\u00a0Schmerzen haben immer eine\u00a0wesentliche psychische Komponente\u201c,\u00a0meint der Buchautor,\u00a0der in seinem Buch viele Beispiele\u00a0aus seiner therapeutischen\u00a0Praxis als Beweise\u00a0anf\u00fchrt. Aber damit nicht\u00a0genug: Isak verr\u00e4t in seinem\u00a0Buch auch seine Methode, die\u00a0f\u00fcr jedermann verst\u00e4ndlich und\u00a0anwendbar sind.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Geist und Seele<\/strong><\/p>\n<p>Das moderne psychosomatische\u00a0Modell geht davon aus,\u00a0dass K\u00f6rper, Seele und soziales\u00a0Umfeld im gegenseitigen Diskurs\u00a0stehen. Deshalb spricht\u00a0man heute von biopsychosozialen\u00a0Krankheiten. Zu solchen geh\u00f6rt\u00a0der chronische Schmerz.\u00a0Dieser hat entweder keine\u00a0nachweisbare organische Ursache\u00a0oder ist wohl organisch\u00a0feststellbar, hat aber seine Wurzeln\u00a0in der Psyche oder\u00a0Schmerzen belasten die Psyche.\u00a0\u201eNehmen wir den Stress als\u00a0Beispiel. Der kann zu verschiedenen\u00a0Schmerzbildern f\u00fchren,\u00a0die sich zuerst offenbaren. Die\u00a0\u00dcberforderung, der Druck oder\u00a0die \u00dcberlastung bleiben meist\u00a0lange im Hintergrund \u2013 bis es\u00a0eben zu sp\u00e4t ist.\u201c<\/p>\n<p><strong>Denken als Schl\u00fcssel<\/strong><\/p>\n<p>Gedanken \u2013 solche sieht\u00a0Isak etwas breiter und versteht\u00a0darunter alles, was mit den Sinnesorganen\u00a0wahrgenommen\u00a0wird \u2013 l\u00f6sen immer Prozesse\u00a0im Gehirn und somit im K\u00f6rper\u00a0aus. \u201eEs werden spezifische Botenstoffe\u00a0produziert. Wenn ich\u00a0mich freue, werden Endorphine,\u00a0die als Gl\u00fcckshormone\u00a0bekannt sind, ausgesch\u00fcttet.\u00a0Diese wirken auch als analgetisch\u00a0\u2013 sind also schmerzhemmend.\u00a0Aber jeder Gedanke\u00a0sch\u00fcttet Botenstoffe aus. So\u00a0reicht es zum Beispiel, wenn\u00a0man nur daran denkt, dass eine\u00a0Arznei bei Schmerzen wirkt,\u00a0auch wenn der Stoff keine pharmakologische\u00a0Wirkung hat \u2013\u00a0wie bei einem Plazebo. Dann\u00a0werden Opiate produziert, die\u00a0an den Schmerzrezeptoren andocken\u00a0und f\u00fcr Linderung sorgen\u201c,\u00a0erkl\u00e4rt der\u00a0Schmerztherapeut. F\u00fcr Isak gilt\u00a0es, das eigene Denken so zu\u00a0steuern, dass \u00fcber den K\u00f6rper\u00a0schmerzhemmende Stoffe ausgesch\u00fcttet\u00a0werden.\u00a0Schmerzdenken\u00a0erzeugt Schmerz\u00a0Untersuchungen haben\u00a0l\u00e4ngst bewiesen, dass, wenn\u00a0zum Beispiel Schmerzen beobachtet\u00a0wird, das Gehirn jene\u00a0Zonen aktiviert, wo Schmerz\u00a0empfunden werden. Gedanken\u00a0an den Schmerz erzeugen also\u00a0Schmerz. Deshalb pl\u00e4diert Isak\u00a0f\u00fcr eine gegenteilige Strategie\u00a0und \u201eprogrammiert\u201c seine Patienten\u00a0mit Gedanken, die\u00a0Wohlsein, Gesundheit und\u00a0Gl\u00fcck zum Ausdruck bringen und damit\u00a0auch neuropsychologische Reaktionen\u00a0bewirken \u2013 so zum\u00a0Beispiel wird der Gl\u00fccklichmacher\u00a0Serotonin produziert.\u00a0Dazu braucht Isak keine Medikamente.\u00a0Der Mensch hat seine\u00a0eigene Apotheke in sich.<\/p>\n<p><strong>Gl\u00fcck als Basis<\/strong><\/p>\n<p>In seinem Buch schreibt\u00a0Isak, dass er keinen Schmerzpatienten\u00a0kennt, der gl\u00fccklich\u00a0w\u00e4re: \u201eSch\u00fcrft man ein wenig,\u00a0dann merkt man bald, dass es\u00a0sich meist um eine bestimmte\u00a0Grundhaltung handelt. Viele\u00a0Schmerzpatienten leben entweder\u00a0in belastenden Situationen\u00a0oder haben solche in der\u00a0Vergangenheit erlebt. Gegenw\u00e4rtig\u00a0k\u00f6nnen Partner- oder Familienbeziehungen,\u00a0Beruf oder\u00a0Anderes im sozialen Umfeld\u00a0schmerzf\u00f6rdernd bzw. ausl\u00f6send\u00a0sein. Oft erz\u00e4hlen\u00a0Schmerzpatienten von Gewaltoder\u00a0Missbrauchserfahrungen\u00a0\u2013 das wurde \u00fcbrigens auch in\u00a0Studien erwiesen.\u201c Gl\u00fcck und\u00a0Zufriedenheit h\u00e4ngen laut\u00a0Isak eng mit einem aktiven\u00a0und erf\u00fcllten Leben zusammen.\u00a0Das wiederum h\u00e4ngt\u00a0mit Zielen und Ver\u00e4nderungen\u00a0zusammen. Isak beschreibt\u00a0deshalb einen\u00a0Weg, wie mit Hilfe des Unbewussten\u00a0ein zielorientiertes\u00a0und selektives\u00a0Handeln m\u00f6glich wird.\u00a0\u201eEin Mensch ohne Ziel\u00a0lebt in der Vergangenheit\u00a0und dort liegt der\u00a0Schmerz!\u201c<\/p>\n<p><strong>Mentalpsychologische\u00a0Interventionen<\/strong><\/p>\n<p>Isak hat schon vor Jahren\u00a0Mentalpsychologische Interventionen\u00a0f\u00fcr Kinder mit Schulproblemen\u00a0und \u00c4ngsten\u00a0entwickelt und beweisen k\u00f6nnen,\u00a0dass Gedanken Wirklichkeiten\u00a0schaffen. Das ist beim\u00a0Schmerz ebenso, bekr\u00e4ftigt der\u00a0Experte. Diese bewirken chemische\u00a0Reaktionen und wirken im\u00a0K\u00f6rper. Seine Interventionen\u00a0f\u00f6rdern die intrinsische Motivation,\u00a0sprechen das Unbewusste\u00a0an und ver\u00e4ndern die negativen\u00a0neuronalen Bahnen, die der\u00a0Schmerz ins Ged\u00e4chtnis eingebrannt\u00a0hat, zum Positiven. Sie\u00a0sind aber nur ein Teil seiner\u00a0Methode, die auch ein Tool beinhaltet,\u00a0wie Ver\u00e4nderungen\u00a0eingeleitet und umgesetzt werden\u00a0k\u00f6nnen. Schmerz braucht\u00a0laut Isak immer eine Ver\u00e4nderung.\u00a0Er spricht aber auch von\u00a0Patienten, die \u00fcber einen\u00a0Krankheitsnutzen keine Motivation\u00a0zur Ver\u00e4nderung haben\u00a0und den Schmerz im Grunde\u00a0gar nicht los werden m\u00f6chten.\u00a0Das bewusst zu machen, ist oft\u00a0nur in einem therapeutischen\u00a0Prozess m\u00f6glich. Gleiches gilt\u00a0f\u00fcr unbewusste Ursachen, die\u00a0abgewehrt werden und auf die\u00a0K\u00f6rperebene verschoben werden.\u00a0Somit ist oft eine erg\u00e4nzende\u00a0Psychotheapie sinnvoll.\u00a0\u201eDer Schmerz ist kein einfaches\u00a0Konstrukt, deshalb ist eine\u00a0ganzheitliche Betrachtung von\u00a0Vorteil. Da darf die Medizin\u00a0nicht fehlen, weil akute Schmerzen\u00a0durchaus medikament\u00f6s\u00a0behandelt werden sollen. Langfristig\u00a0sind aber chemische\u00a0Bomben keine L\u00f6sung. Deshalb\u00a0ist die Gedankenkraft wohl die\u00a0geeignete Alternative.\u201c<\/p>\n<p><strong>Medizin und\u00a0Psychologie<\/strong><\/p>\n<p>Isak w\u00fcnscht sich eine intensivere\u00a0Zusammenarbeit zwischen\u00a0\u00c4rzten und Psychologen\u00a0bzw. Psychotherapeuten. \u201eOft\u00a0kommen die Leute, nachdem\u00a0sie jahrelang von einem Arzt \u00a0zum anderen gelaufen sind.\u201c\u00a0Die Forschung geht davon aus,\u00a0dass mindestens 30 Prozent \u2013\u00a0einzelne Experten sprechen\u00a0sogar von bis zu 80 Prozent \u2013\u00a0ein so genanntes \u201efunktionelles\u00a0Syndrom\u201c haben. Solche Leiden\u00a0haben keine nachweisbare organische\u00a0Ursache werden aber \u00fcberwiegend k\u00f6rperlich behandelt.\u00a0Hier w\u00e4re f\u00fcr Isak eine engere\u00a0Zusammenarbeit\u00a0zwischen Psychologen und\u00a0\u00c4rzten sinnvoll.<\/p>\n<p><strong>Das Buch<\/strong><\/p>\n<p>Isak weist nach, dass es die\u00a0eigenen Gedanken sind, die \u00fcber chronische Schmerzen\u00a0entscheiden. Viele Studien beweisen,\u00a0dass der Mensch in der\u00a0Lage ist, seine Schmerzen\u00a0durch eigene innere Prozesse\u00a0zu steuern. Wir verf\u00fcgen \u00fcber\u00a0eine wunderbare eigene Apotheke\u00a0und produzieren ihre\u00a0\u201eMedikamente\u201c durch Vorg\u00e4nge\u00a0im Gehirn.\u00a0\u201eDas Wegdenken von\u00a0Schmerzen ist kein mystischer\u00a0Vorgang und beruht nicht auf\u00a0unbekannten Energien, sondern\u00a0ist ein nachvollziehbarer\u00a0Prozess, den die Patienten\u00a0selbst steuern k\u00f6nnen\u201c, schreibt\u00a0der Verlag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Psychologische Schmerztherapie als Erg\u00e4nzung zu medizinischen Behandlungen Rund 1,5 Millionen\u00a0\u00d6sterreicherInnen\u00a0leiden an chronischen\u00a0Schmerzen. Diese machen\u00a0ihnen oft das Leben zur\u00a0H\u00f6lle. \u00c4rzte tun ihr M\u00f6glichstes,\u00a0sto\u00dfen aber vielfach an ihre\u00a0Grenzen. 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