{"id":191,"date":"2012-01-10T14:49:20","date_gmt":"2012-01-10T14:49:20","guid":{"rendered":"http:\/\/gesundheits.at\/?p=191"},"modified":"2012-08-07T11:53:50","modified_gmt":"2012-08-07T11:53:50","slug":"kinderdiabetes-im-vormarsch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/gesundheits.at\/?p=191","title":{"rendered":"Kinderdiabetes im Vormarsch"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/gesundheits.at\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Diabetes.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft  wp-image-264\" title=\"Diabetes\" src=\"http:\/\/gesundheits.at\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Diabetes-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"170\" \/><\/a>Die Kinderdiabetes geh\u00f6rt zu den weltweit am schnellsten wachsenden Krankheiten. Die Erkrankung gilt als \u201eneues Ph\u00e4nomen\u201c, das Ern\u00e4hrungswissenschaftler, \u00c4rzte, Pharmakologen und Gesundheitspolitiker vor gro\u00dfe Herausforderungen stellt, weil n\u00e4mlich die Krankheit sich immer mehr zu einer Epidemie entwickelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Diabetes Typ 1 bei Kindern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die heute 19-j\u00e4hrige Karin studiert Psychologie und interessiert sich besonders f\u00fcr die Zukkerkrankheit.<!--more--> Kein Wunder, ist sie schon seit fast zehn Jahren an Diabetes erkrankt. Besser sollte es hei\u00dfen, damals wurde die Kankheit diagnostiziert. Sie war wohl schon fr\u00fcher daran erkrankt. Die Ursachen sind bis heute ungekl\u00e4rt, die Folgen aber sichtbar. Fr\u00fcher musste Karin Insulin spritzen und sehr genau darauf achten, was sie zu sich nahm. Heute ist es mit der modernen Insulinpumpe leichter geworden und sie kann ihr Leben mehr oder weniger normal bew\u00e4ltigen. Sie wei\u00df aber auch, dass sich daran nichts \u00e4ndern wird &#8211; Diabetes Typ 1 gilt als unheilbar. Immer mehr Kinder erkranken daran &#8211; die Ursachen sind unklar. Wird die Krankheit nich rechtzeitig erkannt, kann es zu schweren Komplikationen kommen. \u201eDie Diagnose wird oft viel zu sp\u00e4t erstellt\u201c, meint die \u00c4rztin f\u00fcr Kinder- und Jugendheilkunde Dr. Birgit Rami in einer APA-Aussendung. Die Folgen k\u00f6nnen lebensbedrohend werden. Sollten Symptome wie \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Durst, Harndrang, M\u00fcdigkeit und Gewichtsverlust nicht rechtzeitig richtig gedeutet werden, droht die Gefahr einer schweren Stoffwechselentgleisung. Die Folgen k\u00f6nnen bis zu Hin\u00f6demen, Thrombosen, Nieren- oder Lungenversagen f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Altersdiabetes bei Kindern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das klingt absurd, ist aber ein Faktum. Immer mehr Kinder erkranken an der als Altersdiabetes bekannten Typ-2-Diabetes. Hier sind die Risikofaktoren bekannt. Falsche Ern\u00e4hrung, Bewegungsmangel und vor allem \u00dcbergewicht gelten als die Ursachen f\u00fcr Diabetes Typ 2.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Gene oder Lebensumst\u00e4nde?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wissenschaftler haben mittels Zuwanderer versucht festzustellen, wo die Ursache f\u00fcr die Kinder- und Jugenddiabetes liegen. In Italien gibt es eine relativ niedrige Krankheitsrate. Nun stefanden die Forscher heraus, dass Italiener, wenn sie nach Deutschland einwandern, den niedrigen Level halten. Das spricht gem\u00e4\u00df den Wissenschaftlern eindeutig f\u00fcr eine genetische Ursache. Kritiker sehen das nicht so, weil gerade Migranten in der Regel die Lebensweise ihrer Eltern fortsetzen und zum Beispiel anstatt Fastfood lieber Nudeln essen. Gerade die Italiener sind diesbez\u00fcglich ein schlechtes Beispiel f\u00fcr die genetische Theorie, weil sich dort Fastfood-Ketten \u00fcberhaupt nicht durchgesetzt haben. Nun sind genetische Faktoren aber ohnehin etwas, was sich entwickelt hat &#8211; die Evolution hat es ja bewiesen, dass wir uns gut anpassen k\u00f6nnen. Wenn also Eltern nur Fastfood essen, dann werden sie dieses Verhalten ihren Kindern weitergeben und diese wieder ihren Kindern und schon haben wir eine genetische Disposition, die ihre Ursache in einer falschen Vorbildwirkung hat. So sehen viele Ern\u00e4hrungsexperten die Diabetesepidemie eindeutig in Verbindung mit dem ge\u00e4nderten Ern\u00e4hrungverhalten. \u201eFr\u00fcher tranken wir Wasser oder mit Wasser verd\u00fcnnten Fruchsirup, heute trinken die Kinder Soft-Drinks in denen 40 St\u00fcck W\u00fcrfelzucker enthalten sind\u201c, meint Elke Basel, die sich als Gesundheitspsychologin mit den Folgen von falscher und ungesunder Ern\u00e4hrung besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Schulung und Aufkl\u00e4rung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Kinderdiabetes-Spezialist Univ.Prof. Dr. Martin Borkenstein veranstaltet schon seit 30 Jahren Diabetes-Camps f\u00fcr Kinder, um ihnen ihr Schicksal zu erleichtern: \u201eDie sollen Ferien und Spa\u00df haben. Gleichzeitig aber sehen sie, dass auch andere die Krankheit haben. Und jeden Abend bringen wir ihnen Dinge bei, die sie in ihrer besonderen Lebenssituation brauchen.\u201c Dazu geh\u00f6ren Informaionen zur richtigen Ern\u00e4hrung, zur Blutzucker-Kontrolle und nat\u00fcrlich auch Know-how \u00fcber Diabetes. Ob Diabetes-Camp oder anderweitige Aufkl\u00e4rung &#8211; Kinder brauchen detailierte Informationen \u00fcber ihre Krankheit und klare Verhaltensregeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Elternbetreuung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aber auch Eltern brauchen Betreuung. F\u00fcr viele Eltern ist die Diagnose Diabetes bei ihrem Kind ein Schock. Es folgen Schock, Verzweiflung und Ratlosigkeit. Die Gesundheits- und Klinische Psychologin Dr. Lieselotte Fieber r\u00e4t zu einer psychologischen Betreuung, weil die Gefahr besteht, dass die Emotionalit\u00e4t auf die Kinder \u00fcbertragen wird. \u201eEs entstehen \u00c4ngste, die weitreichende Folgen haben k\u00f6nnen &#8211; sowohl f\u00fcr die Eltern als auch f\u00fcr die Kinder.\u201c Einige Ratschl\u00e4ge hat die Psychologin f\u00fcr betroffene Eltern: \u201eLassen Sie Ihr Kind Eigenverantwortung \u00fcbernehmen, sehen Sie Ihr Kind als Gesamtheit, vermeiden Sie Ihre eigenen Ohnmachtsgef\u00fchle zu zeigen, f\u00f6rdern Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes, machen Sie das, was Sie auch ohne der Krankheit machen w\u00fcrden und nehmen Sie psychologische Hilfe an.<br \/>\nLaut Fieber ist den Kindern am besten geholfen, wenn Sie m\u00f6glichst normal aufwachsen und das Kind von einem Expertenteam (Diabetik-Arzt, Di\u00e4tologe,<br \/>\nPsychologe) betreut wird<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kinderdiabetes geh\u00f6rt zu den weltweit am schnellsten wachsenden Krankheiten. 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